Gregory B Waldis Fan Blog
"Ich liebe drei Tage Ruhe! Aber dann muss sich was tun!"

Gregory B. Waldis

 

Text: Thomas Reunert



"Ich liebe drei Tage Ruhe! Aber dann muss sich was tun!"


Er kann auf jeden Fall schon jetzt von sich behaupten, ein Teil deutscher Fernsehgeschichte gewesen zu sein, der Gregory B. Waldis. Denn bis vor ein paar Tagen war er einer der Hauptdarsteller der bis dato erfolgreichsten Telenovela "Sturm der Liebe". Bis an die fünf Millionen Menschen sitzen von Montag bis Freitag am Nachmittag vor den Bildschirmen, um das Leben, Lieben und Leiden der Hotelier-Familie Saalfeld in ihrem "Fürstenhof" zu verfolgen. Gregory B. Waldis ist der Sohn Alexander, der inzwischen nach vielen Irrungen, Wirrungen, Verwicklungen, Verzweiflungen, Fehlentscheidungen und Intrigen, aber auch nach tausend Tränen aus Freude und Frust endlich seine Laura heiraten und in einem Heißluftballon zur Hochzeitsreise Richtung Brüssel starten durfte. 


 Da sind wir auch gleich beim Thema: die Fliegerei. Der 39 jährige Schauspieler ist leidenschaftlicher Gleitschirmflieger. Schnell kommt er ins Schwärmen, kann sich "nichts Sinnlicheres" vorstellen, als in der Freiheit der Lüfte dahin zu fliegen. Ist das denn nicht gefährlich? "Ach wissen sie, man muss einfach diszipliniert zu Werke gehen. Sich auch einmal einen Flug verkneifen, wenn man das Wetter als nicht so toll einschätzt. Auch wenn zwanzig andere Schirme trotzdem in der Luft sind." Und Angst vor so einem wackeligen Ausflug ohne Netz und doppeltem Boden? "Wenn ich ehrlich bin, haben mir vor der Premiere eines neuen Stückes vor einem vollbesetzten Theater die Knie verdammt mehr gezittert und ich habe mehr Schiss als vor einem Start mit dem Schirm."



Die Lebensgeschichte des Mannes, der sich gerade im Allgäu mit seiner Freundin eine kleine Wohnung eingerichtet hat, ist vom Start weg spannend. Seine Wiege stand in Los Angeles, genauer in Hollywood höchstselbst. Sein Vater, ein gebürtiger Schweizer, war mit seiner Mutter, einer gebürtigen Dänin, über den großen Teich gegangen, um in den großen Filmstudios als Standfotograf zu arbeiten.


Als Gregory-Brian erst drei Jahre alt ist, geht die Familie zurück in die Schweiz. Die Jugend verläuft ganz normal. Mit sieben Jahren gibt's die erste große Liebe für den kleinen Charmebolzen, die nach eigenen Angaben sogar ziemlich lange hält. Und es kommt zum Beitritt zu den Pfadfindern. Die nun wiederum haben eine eigene Theatergruppe - und der Virus des Spielens auf einer Bühne springt über. 


 Doch in der kleinen Landgemeinde findet der inzwischen zum jungen Mann Gereifte wenig Verständnis für solch künstlerischen und wenig bodenständigen Pläne. Waldis wird u.a. Maurer, geht dann aber - zuerst nebenberuflich - zum Theater, als Bühnenarbeiter, Kulissenbauer und Beleuchter, um dann schließlich doch ins Schauspielfach zu wechseln.


Tja, und heute, nach zwei Jahren "Sturm der Liebe" drehen sich die Leute auf der Straße nach ihm um. Alarmiert die Hotelchefin in der Schweiz ihre weiblichen Gäste und Freundinnen, um ihnen den Alexander live und zum Anfassen zu präsentieren. "Das ist schon gewöhnungsbedürftig," sagt der Umschwärmte, " da willst du einen ruhigen Abend in deinem Hotel verbringen und plötzlich stehen dreißig Damen um dich herum und wollen unterhalten werden." Allerdings - so ganz unangenehm scheint es ihm am Ende dann aber doch nicht zu sein.


Steinbock sei er, gibt er auf die Frage nach dem Sternzeichen zu Protokoll. Und das stimme eigentlich auch. Er habe nämlich schon einen Hang zum Perfektionismus. Was manchmal gut und manchmal auch ein Problem sei. Und auch seine Erdverbundenheit sei ein unverrückbarer Charakterzug. Stundenlange Waldspaziergänge in völliger Ruhe, das sei sein Ding. "Bei uns im Allgäu kannst du tage- und wochenlang laufen, ohne auch nur einmal den gleichen Weg nutzen zu müssen." Und noch eine Eigenschaft sei eben typisch Steinbock: "Ich kann nichts tun, mich drei Tage lang herrlich ausruhen und erholen - aber spätestens dann muss wieder irgendwas passieren." 


 Höchst sympathisch kommt er rüber, der Gregory B. Waldis, vermittelt schnell das Gefühl einer stilvollen und zugleich harmonischen Nähe. Hat auch gesunde Ansichten. Zum Beispiel über Hotels: "Ich genieße schon in vielen Häusern einen durchaus gehobenen Standard, frage mich aber, warum das gleich mit einem Dünkel verbunden sein muss." Warum, so fragt er, gäbe es so wenig Hotels mit einem "scharfen Pool, einem tollen Wellnessbereich und moderner Technik", wo man sich trotzdem locker und leger geben könnte. "Ich hasse es, wenn ich mich zum Frühstück schon komplett anziehen muss."


Zwei Jahre "Sturm der Liebe" - und nun? "Die Phase des Ausruhens ist eigentlich jetzt vorbei. Wenn ein gutes Angebot, sei es Theater oder Film, kommt, freue ich mich wieder auf die Arbeit." Der Ort des Geschehens scheint ihm dann weitgehend egal zu sein, Hauptsache, die Aufgabe stimmt. Gern würde er wohl auch etwas in der Schweiz machen, in seiner Heimat eben. Das verwundert nicht, schließlich ist er ja auch noch bekennender Käsefondue-Fan.

8.3.07 21:03
 


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